Entdecken25. November 2026·8 Min. Lesezeit

Krimidinner in Zürich: Räume und Kosten

In Zürich kostet ein gebuchter Krimiabend schnell so viel wie ein Wochenende in den Bergen, und genau deshalb lohnt sich hier das Selbermachen besonders. Die Stadt liefert dafür ungewöhnlich viele bezahlbare Räume, von den Gemeinschaftsräumen der Wohnbaugenossenschaften bis zu den Gemeinschaftszentren in fast jedem Quartier. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wo Sie spielen, wann Sie einladen und welche Motive Zürich frei Haus liefert. Und er rechnet ehrlich vor, was der Abend am Ende kostet.

Krimidinner in Zürich: Räume und Kosten

Altbau, Genossenschaft, Ferienwohnung

In den Kreisen 4 und 5, in Wiedikon und im Seefeld stehen Altbauten mit hohen Decken, Stuck und Zimmern, die über Flügeltüren verbunden sind, also genau der Grundriss, den ein Krimidinner braucht: eine Tafel im großen Raum, ein zweiter Raum für Vieraugengespräche. Der entscheidende Hinweis betrifft aber etwas anderes. Ein erheblicher Teil der Zürcher Wohnungen gehört Wohnbaugenossenschaften, und fast jede Siedlung hat einen Gemeinschaftsraum, oft mit Küche, Tischen und Stühlen für zwanzig bis vierzig Personen. Bewohnerinnen und Bewohner buchen ihn für einen sehr kleinen Betrag pro Abend, manchmal kostenlos. Wenn Sie in einer Genossenschaft wohnen, hören Sie hier auf zu suchen. Wer über ein ganzes Wochenende spielen will, bucht eine Ferienwohnung am Zürichsee oder im Voralpengebiet und verbindet den Fall mit einer Übernachtung. Achten Sie dort auf die Zahl der Stühle, denn viele Wohnungen sind für sechs Personen möbliert, auch wenn acht darin schlafen können. Alle Szenarien mit Spielerzahl und Dauer finden Sie unter Krimidinner-Boxen.

Gemeinschaftszentrum, Kirchgemeindehaus, Sitzungszimmer

Zürich unterhält in fast jedem Quartier ein Gemeinschaftszentrum, und diese Häuser vermieten Räume an Private zu Preisen, die in einer teuren Stadt fast überraschen. Küche, Geschirr und Stühle gehören meist dazu, und wer früh anfragt, bekommt auch einen Samstagabend. Der zweite Weg führt über die Kirchgemeindehäuser, die ebenfalls Säle vergeben und dabei selten ausgebucht sind. Dazu kommen Quartiertreffs und die Säle von Vereinen. Für kleinere Runden funktioniert das Hinterzimmer einer Beiz, allerdings verlangen viele Betriebe hier einen Mindestumsatz statt einer Raummiete, fragen Sie also konkret nach beidem. Und dann gibt es die Zürcher Variante des Bürolebens: In einer Stadt voller Banken, Versicherungen und Technologiefirmen stehen ab 17 Uhr unzählige Sitzungszimmer leer, die sich mit Kerzen und ausgeschaltetem Deckenlicht erstaunlich schnell in einen Tatort verwandeln lassen. Für einen Teamabend ist das die naheliegendste und günstigste Lösung. Fragen Sie in jedem Fall nach dem Reinigungsaufwand, denn in Schweizer Hausordnungen ist die Übergabe genau geregelt und wird auch kontrolliert, zwanzig Minuten Aufräumen sollten Sie fest einplanen.

Sechseläuten, Badi-Sommer und die Sportferien

Der Zürcher Kalender hat einige feste Punkte, die Sie kennen sollten. Am dritten Montag im April ist Sechseläuten, der Böögg brennt am Abend auf dem Sechseläutenplatz, und an diesem Tag ist die halbe Stadt unterwegs. Im Februar liegen die Sportferien, in denen viele Familien verreist sind, im Oktober die Herbstferien mit demselben Effekt. Der Sommer gehört den Badis und Flussbädern: Sobald die Limmat warm genug ist, sitzt niemand mehr an einem gedeckten Tisch, und das Wochenende der Street Parade im August scheidet ohnehin aus. Ihre Saison liegt damit zwischen Ende Oktober und März, mit Ausnahme der Ferienwochen. Der November und der Januar sind die verlässlichsten Monate, weil es früh dunkel wird und die Kalender zwischen den Feiertagen offener sind als sonst. Verschicken Sie die Einladung drei bis vier Wochen vorher, in Zürich wird lange im Voraus geplant. Ein Samstagabend im Januar ist der verlässlichste Termin des Jahres, ein Sonntag dagegen selten eine gute Idee, weil hier am Montag früh gearbeitet wird.

Zürich als Fall: Zunft, Tresor und Herkunft

Drei Motive liegen hier auf der Straße. Das erste ist die Zunft. Die Zürcher Zünfte gibt es seit dem Mittelalter, sie haben eigene Häuser in der Altstadt und richten bis heute das Frühlingsfest der Stadt aus. Eine geschlossene Gesellschaft mit Rangordnung, Tradition und einem Ehrenamt, das jemand unbedingt haben will, ist ein perfekter Rahmen für einen Fall. Das zweite Motiv ist das Geld. Diskretion war jahrzehntelang ein Geschäftsmodell, und ein Konto, das seit fünfzig Jahren niemand angerührt hat, samt einer Erbin, die plötzlich vor der Tür steht, funktioniert als Ausgangslage ohne jede Erklärung. Das dritte Motiv ist die Herkunft von Kunst: ein Bild in einer Privatsammlung, dessen Weg zwischen 1938 und 1950 nicht dokumentiert ist, und drei Menschen, die daran ein Interesse haben. Wer es leichter mag, nimmt die Dada-Jahre im Cabaret Voltaire ab 1916 als Kulisse für einen schrägen, lauten Abend. Wenn keines der Szenarien zu Ihrer Runde passt, schreiben wir den Fall auf Ihre Gruppe zu, mehr dazu unter Krimidinner nach Maß.

Die Kostenrechnung, und warum sie hier deutlicher ausfällt

In Zürich ist der Preisunterschied größer als in jeder deutschen Stadt. Gebuchte Krimiabende in Restaurants und Hotels liegen hier je nach Haus bei hundertfünfzig bis über zweihundert Franken pro Person, Getränke oft extra. Für acht Gäste sind das schnell tausendfünfhundert Franken. Eine Box kostet 29,90 Euro, einmalig für die ganze Runde von sechs bis zwölf Personen und nicht pro Kopf, ein Detektiv-Fall 24,90 Euro. Bezahlt wird in Euro, Ihre Karte rechnet zum Tageskurs um, sodass Sie je nach Kurs grob bei zwanzig bis dreißig Franken landen. Weil nichts physisch verschickt wird, gibt es keine Grenze, keinen Zoll, keine Einfuhrabgaben und keine Wartezeit: Sie erhalten sofort nach der Zahlung einen Zugangscode per E-Mail und laden das PDF von jeder Adresse aus herunter. Ehrlich dazugesagt: Drucken ist in der Schweiz teurer als in Deutschland, rechnen Sie im Copyshop mit etwa fünfzehn bis fünfundzwanzig Franken für einen kompletten Satz, zu Hause deutlich weniger. Unterm Strich zahlt jeder Gast ein paar Franken statt eines dreistelligen Betrags, und Sie entscheiden selbst, wann der Abend endet.

Anreise, Nachtruhe und ein früherer Start

Zwei Zürcher Besonderheiten sollten Sie in den Zeitplan einbauen. Die erste: Hier beginnt der Abend früher als in Berlin oder Wien. Wer um 19 Uhr einlädt, bekommt Gäste, die um 18.45 Uhr klingeln, also planen Sie den Start realistisch auf 19 Uhr und die Auflösung auf 22.30 Uhr. Die zweite betrifft die Rückfahrt: In den Nächten auf Samstag und Sonntag fährt das Nachtnetz mit S-Bahnen, Trams und Bussen, für das ein Zuschlag nötig ist, den Ihre Gäste vorher lösen sollten. Unter der Woche ist um kurz nach Mitternacht Schluss, und wer nach Winterthur, Zug oder Baden zurückmuss, plant besser rückwärts. Der dritte Punkt ist die Ruhe: Nachtruhe ab 22 Uhr und Sonntagsruhe werden in Schweizer Hausordnungen deutlich ernster genommen als anderswo. Legen Sie die lauten Phasen davor, halten Sie die Fenster zum Hof geschlossen und informieren Sie die Nachbarn vorher kurz, das ist hier üblich und wird geschätzt. Ein Abend von 19 bis 22.30 Uhr ist in dieser Stadt der Standard, an den sich alle halten.

Bereit zu spielen?

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Häufige Fragen

Wo finde ich in Zürich einen bezahlbaren Raum?+
Prüfen Sie zuerst den Gemeinschaftsraum Ihrer Wohnbaugenossenschaft, das ist die günstigste Lösung. Danach kommen die Gemeinschaftszentren der Quartiere, Kirchgemeindehäuser und Quartiertreffs, und für Teamabende die eigenen Sitzungszimmer ab 17 Uhr.
Fallen für die Schweiz Zoll oder Versandkosten an?+
Nein. Es wird nichts physisch verschickt, deshalb gibt es keine Grenze, keinen Zoll und keine Wartezeit. Sie erhalten per E-Mail einen Zugangscode, laden den kompletten Fall als PDF in der Fallakte herunter und drucken ihn selbst aus, zu Hause oder in einem Copyshop in Ihrem Quartier.
In welcher Währung bezahle ich?+
Die Preise gelten in Euro: Krimidinner-Boxen kosten 29,90 Euro für sechs bis zwölf Personen, Detektiv-Fälle 24,90 Euro. Ihre Karte rechnet zum Tageskurs um, sodass Sie je nach Kurs bei rund zwanzig bis dreißig Franken landen, einmalig für die ganze Runde.
Wann ist die beste Zeit für ein Krimidinner in Zürich?+
Zwischen Ende Oktober und März, am verlässlichsten im November und im Januar. Meiden Sie die Sportferien im Februar, die Herbstferien, das Sechseläuten im April und die Sommermonate, in denen alle an Badi und Fluss unterwegs sind.

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