Anleitungen11. August 2026·7 Min. Lesezeit

Krimidinner ausdrucken: Papier und Tinte

Ihr Krimidinner kommt als PDF, und zwischen dem Download und dem fertig sortierten Stapel auf dem Küchentisch liegen ungefähr zwanzig Minuten. Die meisten Fragen dabei drehen sich um dasselbe: Welches Papier, wie viele Seiten in Farbe, und reicht die Patrone noch? Hier bekommen Sie konkrete Antworten statt allgemeiner Tipps, mit Zahlen, an denen Sie sich orientieren können. Danach wissen Sie genau, was Sie kaufen müssen und was Sie sich sparen können.

Krimidinner ausdrucken: Papier und Tinte

Was Sie wirklich brauchen

Die Ausstattungsliste ist kurz: ein funktionierender Drucker, ein Stapel A4-Papier und zwanzig Minuten. Sonst nichts. Nach der Zahlung erhalten Sie sofort einen persönlichen Zugangscode per E-Mail, öffnen damit die Fallakte und laden dort das PDF herunter. Unsere Krimidinner-Boxen umfassen je nach Geschichte zwischen 50 und 67 Seiten, die Detektiv-Fälle sind deutlich kürzer. Das passt bei den meisten Geräten in ein bis zwei Papierkassetten. Wichtig ist die Reihenfolge: erst das komplette PDF öffnen und durchblättern, dann entscheiden, was in Farbe muss, dann drucken. Wer sofort auf den Druckknopf geht, druckt am Ende doppelt. Drucken Sie einseitig auf A4 und in Originalgröße, also mit 100 Prozent statt „an Seite anpassen“, damit Karten und Dokumente ihre Maße behalten. Einseitig ist beim Sortieren ohnehin praktischer, weil Sie Hinweise auf dem Tisch auslegen können. Und planen Sie das Drucken für den Vorabend ein, nicht für den Nachmittag des Krimidinner-Tages. Leere Patronen haben ein unheimlich gutes Gespür für schlechtes Timing. Planen Sie außerdem ein paar Blatt Reserve ein, weil erfahrungsgemäß mindestens eine Seite schief einzieht. Alle Boxen zum Selbstausdrucken finden Sie unter Krimidinner zum Ausdrucken.

Papier: 80 g reicht fast immer

Normales Kopierpapier mit 80 Gramm pro Quadratmeter ist für den größten Teil Ihres Materials völlig ausreichend. Zeugenaussagen, Notizzettel und alles, was nur einmal gelesen wird, braucht nichts Dickeres. Zwei Ausnahmen lohnen sich aber. Erstens die Charakterbögen: Wenn die den ganzen Abend vor jedem Gast liegen, angefasst, gefaltet und neben ein Weinglas geschoben werden, macht 100 oder 120 Gramm einen spürbaren Unterschied. Die Blätter wellen sich nicht und fühlen sich nach etwas an. Zweitens die Beweisstücke, die herumgereicht werden, also Briefe, Fotos oder Dokumente. Für sie lohnt sich ein leicht cremefarbenes oder gelbliches Papier, weil es sofort nach Archiv aussieht. Ein Päckchen mit 250 Blatt kostet im Schreibwarenhandel wenige Euro und reicht für mehrere Abende. Wer es noch echter mag, legt ein weißes Blatt zehn Minuten in kalten Tee und lässt es flach trocknen, das ergibt eine überzeugende Patina. Wichtig ist nur, dass Sie schwereres Papier einzeln in die Kassette legen, denn viele Haushaltsdrucker ziehen 120 Gramm nicht zuverlässig aus einem vollen Stapel ein.

Was in Farbe muss und was nicht

Die ehrliche Antwort: wenig. In Farbe gehören die Titelseite, die Charakterbögen und alles, was auf einem Foto oder einer Illustration beruht, also Tatortbilder, Landkarten und Porträts der Verdächtigen. Das sind je nach Fall ein gutes Dutzend Seiten. Alles andere, also Textdokumente, Zeugenaussagen und Regeln, können Sie bedenkenlos in Schwarzweiß drucken, ohne dass der Abend billiger aussieht. Im Gegenteil: Ein maschinengeschriebener Brief in Schwarzweiß wirkt oft glaubwürdiger als derselbe Brief in Farbe. Stellen Sie den Drucker für die Schwarzweißseiten auf Graustufen um, nicht nur auf Schwarz, sonst mischen manche Geräte trotzdem Farbe hinein. Ein zweiter Spartipp betrifft die Hintergründe: Wenn eine Seite eine große farbige Fläche hat, prüfen Sie im Druckdialog die Option für Entwurfsqualität. Für Dokumente, die ohnehin alt aussehen sollen, ist ein etwas blasser Druck kein Fehler, sondern ein Effekt. Eine gute Faustregel lautet: Alles, was ein Gast in die Hand nimmt und ansieht, darf Farbe haben, alles, was nur gelesen wird, braucht keine. Damit landen Sie fast immer bei den richtigen Seiten und sparen gleichzeitig den größten Teil der Tinte.

Tinte sparen, ohne dass es auffällt

Vier Einstellungen bringen zusammen mehr als jeder Trick mit Nachfüllpatronen. Erstens: Stellen Sie die Qualität für Textseiten auf Normal oder Entwurf statt auf Fein. Bei Fließtext sieht man den Unterschied auf einem Küchentisch bei Kerzenlicht nicht. Zweitens: Deaktivieren Sie randlosen Druck, er verbraucht deutlich mehr Farbe und Sie brauchen ihn hier nicht. Drittens: Drucken Sie die Seiten mit farbigen Hintergrundflächen bewusst in Graustufen, wenn der Fall das erlaubt. Viertens: Drucken Sie nie das gesamte PDF blind, sondern wählen Sie im Druckdialog Seitenbereiche, damit Sie nicht versehentlich Seiten mehrfach ausgeben. Wer einen Laserdrucker hat, ist ohnehin fein raus, Toner ist pro Seite deutlich günstiger als Tinte. Eine Faustregel für die Kalkulation: Rechnen Sie mit rund drei bis fünf Euro Materialkosten pro Krimidinner, wenn Sie zu Hause drucken. Bei einer Box für 29,90 Euro, die für die ganze Runde von sechs bis zwölf Personen gilt, bleibt der Abend damit klar im Rahmen. Und drucken Sie einmal eine Testseite, bevor Sie den ganzen Stapel starten. Eine verstopfte Düse merken Sie sonst erst nach dreißig Seiten, und dann ist der halbe Fall unbrauchbar.

Copyshop oder Onlinedruckerei

Wenn Sie keinen Drucker haben oder die Farbseiten richtig gut aussehen sollen, ist der Copyshop die einfachste Lösung. Laden Sie das PDF aus dem Portal herunter, bringen Sie es auf einem Stick mit und geben Sie zwei Angaben mit: welche Seiten in Farbe sollen und dass alles einseitig auf A4 in Originalgröße gedruckt werden soll. Die Preise liegen je nach Stadt bei etwa zehn bis fünfzehn Cent für eine Schwarzweißseite und vierzig bis achtzig Cent für eine Farbseite. Für eine komplette Box mit rund einem Dutzend Farbseiten landen Sie damit ungefähr bei zwölf bis achtzehn Euro. Planen Sie dafür einen Tag Vorlauf ein, besonders am Samstag. Eine Onlinedruckerei lohnt sich nur, wenn Sie denselben Fall mehrfach spielen, etwa für eine Firmenveranstaltung mit mehreren Tischen, denn dort ist die Lieferzeit der begrenzende Faktor. Die Auflösung müssen Sie übrigens nicht vor fremden Augen schützen: Sie steht nicht im PDF, sondern online im Portal. Für Detektiv-Fälle, die deutlich weniger Seiten haben, ist der Copyshop fast immer die schnellste Variante, eine Übersicht finden Sie unter Detektiv-Fälle.

Sortieren, beschriften, weglegen

Der Druck ist erst die halbe Arbeit, das Sortieren entscheidet über Ihren Abend. Nehmen Sie sich dafür einen freien Tisch und legen Sie drei Stapel an: Charakterbögen, Hinweise, Material der Spielleitung. Die Charakterbögen falten Sie einzeln und beschriften sie außen mit dem Namen des Gastes, nicht nur mit dem Rollennamen, sonst suchen Sie beim Empfang. Bei einer kleineren Runde legen Sie die Figuren beiseite, die laut Leitfaden wegfallen, denn das PDF enthält immer alle zwölf. Die Hinweise wandern nach Akten getrennt in Briefumschläge, beschriftet mit Akt eins, Akt zwei und Akt drei. Das ist der Handgriff, der am Abend die meisten Nerven spart. Leitfaden und Auflösung brauchen Sie nicht zu drucken, beide öffnen Sie am Abend online im Portal. Zum Schluss legen Sie alles in eine Mappe oder einen Karton an einen Ort, an dem niemand aufräumt. Wenn Sie den Fall später mit einer anderen privaten Runde spielen wollen, dürfen Sie das PDF einfach erneut ausdrucken. Kleben Sie an den Umschlag mit dem ersten Akt einen Zettel mit der Uhrzeit, zu der er geöffnet wird. Das klingt übertrieben und ist am Abend die beste Entscheidung des Tages.

Bereit zu spielen?

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Häufige Fragen

Wie viele Seiten hat ein Krimidinner-PDF?+
Unsere Krimidinner-Boxen haben je nach Geschichte 50 bis 67 Seiten, die Detektiv-Fälle deutlich weniger. Nur ein Teil davon muss in Farbe, der Rest funktioniert in Schwarzweiß genauso gut. Gedruckt wird einseitig auf A4 in Originalgröße.
Wird mir das Material auch gedruckt zugeschickt?+
Nein. Nach der Zahlung erhalten Sie sofort einen Zugangscode per E-Mail, öffnen damit das Portal und laden das PDF herunter. Es wird nichts per Post verschickt. So können Sie auch am Tag der Feier noch bestellen und kurz darauf mit dem Drucken beginnen.
Kann ich am Handy oder Tablet spielen statt zu drucken?+
Die Charakterbögen lassen sich am Bildschirm lesen, aber die Hinweise gehören auf den Tisch. Weitergereichte Dokumente sind ein großer Teil des Spielgefühls. Ein Gerät brauchen Sie trotzdem: Die Spielleitung öffnet damit Leitfaden und Auflösung im Portal.
Was kostet mich der Druck insgesamt?+
Zu Hause etwa drei bis fünf Euro an Papier und Tinte. Im Copyshop liegen Sie mit Farbseiten bei ungefähr zwölf bis achtzehn Euro. Die Krimidinner-Box selbst kostet 29,90 Euro für die ganze Runde von sechs bis zwölf Personen, ein Detektiv-Fall 24,90 Euro.

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