Was ein Krimidinner wirklich kostet
Rechnen Sie ehrlich durch, dann verliert das Thema seinen Schrecken. Jede unserer Krimidinner-Boxen kostet 29,90 € und ist für 6 bis 12 Spieler gedacht, unabhängig davon, wie viele Gäste tatsächlich kommen. Bei acht Gästen sind das rund 3,75 € pro Person für den kompletten Abend, bei zwölf knapp 2,50 €, also weniger als ein Getränk in der Bar. Dazu kommt der Druck: Charakterbögen, Hinweise und Beweisstücke liegen je nach Box bei rund 50 bis 70 Seiten, bei einer kleinen Runde entsprechend weniger. Zu Hause in Schwarzweiß kostet das wenige Euro, im Copyshop je nach Preis etwas mehr. Deko und Requisiten liegen bei null, wenn Sie nehmen, was ohnehin da ist. Der größte Posten ist also das Essen, und das hätten Sie an einem Abend mit Gästen ohnehin gekocht. Ein realistischer Gesamtrahmen für acht Personen inklusive Abendessen liegt bei 60 bis 90 €, und davon entfällt der kleinste Teil auf das Spiel selbst. Alle fünf Szenarien finden Sie im Katalog der Krimidinner-Boxen.
Clever drucken: was in Farbe muss und was nicht
Der Druck ist die einzige Stelle, an der unnötig Geld verschwindet. Drucken Sie die Charakterbögen und die Textseiten in Schwarzweiß, das kostet einen Bruchteil und liest sich genauso gut. Den Leitfaden für die Spielleitung müssen Sie gar nicht drucken, er liegt online im Portal, ebenso wie die Auflösung. Farbe lohnt sich nur bei zwei Dingen: bei Beweisstücken, auf denen eine Farbe zur Lösung gehört, etwa ein markierter Plan, und beim Deckblatt, falls Sie es als Tischdeko nutzen wollen. Drucken Sie auf A4, einseitig und in Originalgröße (100 %), damit Hinweise zum Ausschneiden und Pläne ihre richtigen Maße behalten. Wenn Sie keinen Drucker haben, bringen Sie das PDF in den Copyshop und lassen nur die Seiten drucken, die Sie wirklich brauchen. Ein Tipp für den Abend selbst: Drucken Sie einen zusätzlichen Satz der Hinweise, falls etwas im Soßentopf landet. Alle Details zum Ausdrucken und Vorbereiten finden Sie unter Krimidinner zum Ausdrucken. Sortieren Sie die gedruckten Seiten direkt nach dem Drucken in Stapel pro Figur. Das kostet fünf Minuten und erspart Ihnen die Sucherei, wenn die ersten Gäste schon an der Tür stehen.
Deko für unter zehn Euro
Die stärkste Deko ist Licht, und Licht ist fast gratis. Deckenlampe aus, Teelichter in leere Gläser, eine warme Lampe in der Ecke: Damit sieht jedes Wohnzimmer nach Szenario aus. Eine dunkle Tischdecke oder ein altes Bettlaken in Bordeaux ersetzt jede gekaufte Tischdeko. Namensschilder mit den Figurennamen basteln Sie in zehn Minuten aus gefalteten Karteikarten, und sie wirken stärker als alles andere, weil sie den Tisch sofort in die Geschichte holen. Requisiten finden Sie im eigenen Haushalt: eine alte Schmuckschatulle, ein Kartenspiel, eine leere Weinflasche, ein Schlüsselbund, eine Taschenlampe. Vermeiden Sie gekaufte Themensets, sie sehen auf Fotos billig aus und landen danach im Schrank. Wenn Sie zehn Euro ausgeben wollen, investieren Sie sie in Umschläge und etwas festeres Papier für die Hinweise: Diese beiden Dinge merkt man am Tisch wirklich. Und wenn Sie sparen und trotzdem Eindruck machen wollen, nehmen Sie Papier in die Hand: Ein Hinweis, den Sie kurz mit kaltem Kaffee betupfen und trocknen lassen, sieht aus wie ein Fund aus einem alten Archiv.
Das Menü: ein Topf, drei Akte
Ein Krimidinner braucht ein Essen, das wartet. Alles, was aus einem Topf kommt und warmgehalten werden kann, ist im Vorteil: Eintopf, Chili, Curry, Auflauf, Suppe. Servieren Sie die Vorspeise in Akt 1, den Hauptgang zwischen Akt 1 und Akt 2 und den Nachtisch nach der Auflösung. So kocht niemand, während die Gruppe ermittelt. Günstig und passend zugleich ist außerdem das Buffet-Prinzip: Brot, Käse, Aufstriche, Gemüse, eine große Schüssel Salat. Das passt zu fast jedem Szenario, weil sich die Gäste selbst bedienen und Sie nicht den ganzen Abend aufstehen müssen. Wenn Gäste fragen, was sie mitbringen sollen, verteilen Sie konkrete Aufgaben statt eines allgemeinen „Irgendwas“: Eine Person bringt Nachtisch, eine bringt Getränke, eine bringt Brot. Damit sinken Ihre Kosten spürbar, ohne dass es sich nach Sammelbüchse anfühlt. Rechnen Sie dabei auch mit Ihrer Zeit. Ein Gericht, das eine Stunde im Ofen steht, ist am Ende günstiger als eines, das Sie mitten im Spiel an den Herd bindet.
Kostüme aus dem eigenen Schrank
Kostüme sind der Posten, bei dem die meisten Gäste in Panik geraten und Geld ausgeben, das niemand verlangt hat. Schreiben Sie deshalb in die Einladung genau einen Satz pro Figur, der mit Sachen aus dem Kleiderschrank machbar ist: dunkler Anzug, weißes Hemd, auffälliger Schal, viel Schmuck, Hut. Ein einzelnes Accessoire pro Person reicht vollkommen, um einen Tisch stimmig aussehen zu lassen. Wer mehr will, findet in Secondhandläden für wenige Euro Fliegen, Broschen oder Federboas. Halten Sie zusätzlich zwei bis drei neutrale Accessoires bereit, ein Tuch, eine Brille, einen Hut, für alle, die ohne Verkleidung ankommen. Und machen Sie klar, dass niemand ausgeschlossen wird, der in Jeans erscheint: Sobald der erste Hinweis auf dem Tisch liegt, schaut ohnehin niemand mehr auf die Kleidung. Wenn Ihre Runde Verkleidung grundsätzlich ablehnt, lassen Sie sie einfach weg. Namensschilder mit den Figurennamen und gedimmtes Licht reichen völlig, der Dresscode ist ein Bonus und kein Bestandteil des Spiels. Zwei Sicherheitsnadeln in der Schublade haben außerdem schon mehr Kostüme gerettet als jeder Einkauf.
Wo Sie besser nicht sparen
Drei Dinge sind es wert, dass Sie dort nicht kürzen. Erstens eine eigene Figur für jeden Gast: Wenn sich zwei Gäste eine Rolle teilen, langweilt sich einer von beiden den ganzen Abend. Weil jede Box alle zwölf Figuren enthält, kostet eine eigene Rolle für jeden keinen Cent mehr, Sie besetzen einfach so viele Figuren, wie der Leitfaden für Ihre Runde vorsieht. Zweitens die Zeit für die Vorbereitung: Etwa 30 Minuten zum Drucken, Ausschneiden und Beschriften sind der Unterschied zwischen einem runden Abend und einem, bei dem die Spielleitung ständig sucht. Drittens die Getränke, allerdings anders als gedacht: Stellen Sie genug Wasser und etwas Alkoholfreies bereit, sonst lässt die Konzentration im dritten Akt nach, und gerade der lebt von den Details. Alles andere, von der Deko bis zum Menü, können Sie guten Gewissens auf das Nötigste zusammenstreichen. Eine letzte Regel kostet gar nichts: Lesen Sie den Leitfaden einmal komplett, bevor die Gäste kommen. Das ist die einzige Vorbereitung, die sich durch nichts ersetzen lässt, und sie macht aus einem günstigen Abend einen guten.
Häufige Fragen
Was kostet ein Krimidinner pro Person?+
Eine Box kostet 29,90 € für 6 bis 12 Spieler. Bei acht Gästen sind das rund 3,75 € pro Person, bei zwölf knapp 2,50 €, plus wenige Euro für den Schwarzweißdruck. Das Essen bleibt der größte Posten, es wäre bei einem normalen Abend mit Gästen aber ohnehin angefallen.
Brauche ich einen Farbdrucker?+
Nein. Charakterbögen und Textseiten funktionieren in Schwarzweiß einwandfrei, der Leitfaden liegt ohnehin online. Farbe lohnt sich nur bei Beweisstücken, bei denen eine Farbe zur Lösung gehört. Ohne eigenen Drucker nehmen Sie das PDF einfach in den Copyshop mit.
Kann ich die Box mehrfach verwenden?+
Ja, mit anderen privaten Gruppen. Sie dürfen das PDF erneut ausdrucken und den Fall mit einer neuen Runde spielen, nur weitergeben oder weiterverkaufen dürfen Sie die Datei nicht. Mit denselben Gästen funktioniert ein Szenario kein zweites Mal, weil die Auflösung dann bekannt ist.
Lohnt sich Deko überhaupt?+
Ja, aber nur die günstige. Gedimmtes Licht, Kerzen, eine dunkle Tischdecke und Namensschilder mit den Figurennamen bringen mehr Wirkung als jedes gekaufte Themenset, und zusammen kosten sie fast nichts.


