Was in einer fertigen Box steckt
Eine physische Krimidinner-Box aus dem Handel enthält in der Regel gedruckte Charakterbögen, Umschläge mit Hinweisen, manchmal Namensschilder und ein Begleitheft für die Spielleitung. Der Vorteil liegt auf der Hand: Sie packen sie aus und können sofort spielen, ohne Drucker und ohne Sortieren. Die Haptik ist ansprechend, und als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum macht ein Karton mehr her als eine E-Mail. Die Nachteile sind ebenso konkret. Eine Box aus dem Handel ist oft an eine feste Spielerzahl gebunden, Sie können sie kaum an Ihre Runde anpassen, und wenn zwei Gäste absagen, liegen zwei ungenutzte Rollen im Karton. Der Karton muss bestellt und geliefert werden, was bei kurzfristigen Plänen ausscheidet. Und sie ist einmal spielbar: Sind die Umschläge geöffnet und die Bögen beschriftet, ist der Fall für diese Runde verbraucht.
Was ein Krimidinner zum Ausdrucken anders macht
Beim PDF läuft es umgekehrt. Sie kaufen den Fall und erhalten sofort nach der Zahlung einen persönlichen Zugangscode per E-Mail. Damit öffnen Sie die Fallakte, laden das PDF herunter und drucken es selbst aus. Das kostet Sie etwa zwanzig Minuten am Drucker und eine Schere für die Namensschilder. Dafür bekommen Sie drei Vorteile, die eine Box nicht bieten kann. Erstens die Geschwindigkeit: Ein Krimidinner, das Ihnen am Donnerstagabend einfällt, kann am Samstag stattfinden. Zweitens die Reparaturfähigkeit: Fällt ein Gast aus oder kommt einer dazu, drucken Sie den betroffenen Bogen einfach neu aus, denn alle zwölf Figuren sind in der Datei enthalten. Drittens die Wiederverwendung: Sie behalten die Datei und dürfen sie für eine andere private Gruppe erneut ausdrucken. Leitfaden und Auflösung stehen allerdings online und sind eine Woche ab dem ersten Öffnen Ihres Codes zugänglich: Eine zweite Runde planen Sie also innerhalb dieser Woche. Ein vierter Vorteil zeigt sich erst am Drucker: Sie entscheiden selbst, welche Seiten in Farbe erscheinen und welche in Schwarzweiß genügen. Wie unsere PDF-Fälle aufgebaut sind, zeigen wir unter Krimidinner zum Ausdrucken.
Die ehrliche Kostenrechnung
Fertige Boxen im Handel liegen meist zwischen 30 und 60 Euro, teils deutlich darüber, wenn Requisiten beiliegen. Dazu kommt bei Onlinebestellungen der Versand. Unsere Krimidinner-Boxen kosten einheitlich 29,90 Euro für 6 bis 12 Spieler, ein Detektiv-Fall liegt bei 24,90 Euro, Versandkosten entfallen vollständig. Auf der anderen Seite stehen Ihre Druckkosten. Eine Box umfasst je nach Titel rund 50 bis 70 Seiten, gedruckt wird auf A4, einseitig und in Originalgröße. Wenn Sie die Beweisstücke in Farbe und den Rest in Schwarzweiß drucken, landen Sie zu Hause bei ungefähr fünf bis acht Euro, im Copyshop eher bei zehn bis fünfzehn. Unterm Strich bleibt das PDF günstiger, aber der Abstand ist kleiner, als die reinen Produktpreise vermuten lassen. Rechnen Sie ehrlich mit, sonst ist die Überraschung am Drucker unangenehm.
Was den Spielspaß tatsächlich beeinflusst
Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Ob das Material aus einem Karton kommt oder aus Ihrem Drucker, merkt nach zehn Minuten niemand mehr. Über den Abend entscheiden drei ganz andere Dinge. Erstens die Qualität des Falls, also ob die Hinweise logisch aufeinander aufbauen und ob jede Figur genug zu tun hat. Zweitens die Passung zur Gruppengröße, denn ein Fall für zwölf Personen, bei dem die Hälfte der Figuren einfach fehlt, wirkt hohl. Deshalb sagt unser Leitfaden genau, welche Figuren bei kleiner Runde wegfallen. Drittens die Vorbereitung des Gastgebers, insbesondere ob die Charakterbögen rechtzeitig verschickt wurden. Alles andere ist Kosmetik. Wer trotzdem Wert auf Haptik legt, kann mit wenig Aufwand viel erreichen: dickeres Papier für die Hinweise, ein Klarsichthüllen-Ordner für die Ermittlungsakte, Teebeutel für den Vergilbungseffekt bei alten Dokumenten. Das kostet ein paar Euro und wirkt stärker als jede Verpackung.
Welche Variante zu welcher Situation passt
Die Entscheidung fällt leichter, wenn Sie sie an Ihrer Situation festmachen. Nehmen Sie eine gedruckte Box, wenn Sie sie verschenken und ein greifbares Präsent brauchen, oder wenn Sie keinen Drucker haben und auch keinen Copyshop in der Nähe. Nehmen Sie ein PDF zum Ausdrucken, wenn Ihr Termin in den nächsten Tagen liegt, wenn die Gästezahl noch wackelt, wenn Sie den Fall mit verschiedenen Gruppen spielen wollen oder wenn Sie einen konkreten Anlass haben, bei dem es auf Anpassung ankommt. Für Firmenfeiern und größere Gruppen ist das PDF fast immer die bessere Wahl, weil Sie Material für zusätzliche Teams einfach nachdrucken können. Eine Übersicht aller Boxen mit Spielerzahlen und Themen finden Sie im Katalog der Krimidinner-Boxen, und wenn kein Szenario passt, schreiben wir Ihnen eines nach Maß auf Ihre Runde zu.
Häufige Fragen
Wie viele Seiten muss ich für ein Krimidinner ausdrucken?+
Je nach Box rund 50 bis 70 Seiten, bei einer kleinen Runde entsprechend weniger Charakterbögen. Gedruckt wird auf A4, einseitig und in Originalgröße. Beweisstücke lohnen sich in Farbe, der Rest reicht in Schwarzweiß.
Kann ich das PDF im Copyshop drucken lassen?+
Ja, das ist völlig unproblematisch. Bringen Sie die Datei auf einem USB-Stick mit. Um die Lösung müssen Sie sich dabei keine Sorgen machen: Sie steht nicht im PDF, sondern liegt online im Portal, bis Sie sie am Ende des Abends öffnen.
Bekomme ich überhaupt etwas mit der Post zugeschickt?+
Nein. Alle Fälle werden ausschließlich digital geliefert: Sofort nach der Zahlung erhalten Sie einen Zugangscode per E-Mail, laden das PDF in der Fallakte herunter und drucken es selbst aus. Der Code wartet bis zur ersten Öffnung und bleibt danach eine Woche gültig.
Darf ich denselben Fall mehrmals spielen?+
Mit einer neuen privaten Gruppe jederzeit, Sie drucken das Material dafür einfach erneut aus. Weitergeben oder weiterverkaufen dürfen Sie die Datei nicht. Mit derselben Runde ergibt es keinen Sinn, weil alle den Täter kennen.


