Wiehre, Vauban und die Hütte im Hochschwarzwald
In der Wiehre stehen die Gründerzeitvillen, die viele Gastgeber suchen: hohe Decken, Stuck, Doppeltüren und Wohnungen, die aus geteilten Etagen entstanden sind und deshalb oft zwei große Zimmer nebeneinander haben. Genau das brauchen Sie, einen Raum für die Tafel und einen für Vieraugengespräche. In Vauban und im Rieselfeld ist die Architektur jünger und nüchterner, dafür gehört zu vielen Baugruppen und Genossenschaftshäusern ein Gemeinschaftsraum, den Bewohner für wenig Geld oder umsonst nutzen dürfen, häufig mit Küche und Stühlen für zwanzig Leute. Fragen Sie dort zuerst, bevor Sie irgendwo mieten. Die dritte und für viele schönste Variante liegt eine halbe Stunde entfernt: eine Ferienwohnung oder Hütte in Hinterzarten, St. Märgen oder im Münstertal, gebucht für ein Wochenende. Ein Fall, in dem Schnee die Figuren festhält, wirkt dort doppelt, etwa Verbrechen an Bord mit seinem eingeschneiten Luxuszug. Prüfen Sie bei der Buchung nur, ob es einen Tisch für alle gibt, denn viele Ferienwohnungen sind auf sechs Personen ausgelegt und haben genau sechs Stühle. Alle Szenarien stehen unter Krimidinner-Boxen.
Bürgerhaus, Winzerkeller und die Grenzen der Straußwirtschaft
Freiburg hat in mehreren Stadtteilen Bürgerhäuser mit Gruppenräumen, die stundenweise vermietet werden, dazu Gemeindesäle und Vereinsheime, die unter der Woche leer stehen. Rechnen Sie mit dreißig bis achtzig Euro und fragen Sie früh an, weil Kurse und Chorproben die Abende belegen. Interessanter wird es im Umland. Die Winzergenossenschaften am Kaiserstuhl und im Markgräflerland haben Probierstuben und Vinotheken mit langen Tischen, die außerhalb der Saison an Gruppen gehen, und ein Krimidinner mit Weinbegleitung ist dort kein ungewöhnlicher Wunsch. Eine Warnung betrifft die Straußwirtschaften: Diese dürfen nur eine begrenzte Zahl von Wochen im Jahr öffnen, sind in dieser Zeit voll und nehmen selten geschlossene Gesellschaften an. Planen Sie damit nicht. Zuverlässiger sind Winzerstuben, die ganzjährig geöffnet haben und ein separates Zimmer für Gruppen anbieten, oft schon ab zehn Personen. Fragen Sie dort nach einem Abend unter der Woche, dann sind Sie flexibler. Für sehr kleine Runden, etwa zu zweit oder zu viert in einer Ferienwohnung, sind die Detektiv-Fälle die passendere Wahl, weil Sie gemeinsam gegen den Fall ermitteln statt gegeneinander.
Fasnet, Hitze und die richtige Jahreszeit
Der Freiburger Kalender ist eindeutig. Die beste Zeit liegt zwischen November und März, wenn es früh dunkel wird und der Nebel aus der Rheinebene steigt. Mittendrin liegt die alemannische Fasnet, die am Dreikönigstag beginnt und am Fasnetzischtig endet, mit Zünften, Masken und Umzügen, die ganze Wochenenden besetzen. Für ein Krimidinner ist das kein Hindernis, sondern eine Steilvorlage: In diesen Wochen besitzt ohnehin jeder ein Kostüm, und die Bereitschaft, in eine Rolle zu schlüpfen, ist so hoch wie nie. Setzen Sie den Abend auf einen der ruhigeren Termine kurz vor oder nach den Umzugstagen. Ab Mai wird es schwierig, denn Freiburg ist die wärmste Großstadt des Landes, die Abende sind lang, und zwischen Weinfest, Schauinsland und Dreisamufer bekommen Sie zehn Leute kaum an einen Tisch. Wer im Sommer spielen will, weicht in eine Hütte in höherer Lage aus, dort ist es abends spürbar kühler. Den Fasnetmontag selbst sollten Sie streichen, an diesem Abend bekommen Sie in Freiburg niemanden an einen Esstisch, der Donnerstag davor ist dagegen erstaunlich frei.
Freiburg als Fall: Wein, Grenze und Uhrwerk
Drei Motive liegen hier direkt vor der Tür. Das erste ist der Wein. Am Kaiserstuhl und im Markgräflerland hängt der Ruf eines Betriebs an einem Jahrgang, und ein Fass, dessen Etikett nicht zum Inhalt passt, ist ein Motiv, das jeder am Tisch sofort versteht, besonders wenn dazu passender Wein im Glas steht. Das zweite Motiv ist die Grenze. Frankreich liegt zwanzig Kilometer entfernt, die Schweiz knapp sechzig, und der Schmuggel über den Rhein hat eine lange Geschichte, vom Kaffee der Nachkriegsjahre bis zu allem, was leichter zu tragen ist. Ein Fall mit zwei Zollbeamten und einem Zeugen, der die falsche Uhrzeit nennt, funktioniert hervorragend. Das dritte Motiv kommt aus dem Schwarzwald: Uhrmacher, Glasbläser, abgelegene Höfe und ein Winter, in dem die Straße zugeschneit ist. Damit haben Sie das klassische geschlossene Setting, in dem niemand weggehen kann. Wer so eine Winternacht als Ermittlung in kleiner Runde erleben will, greift zum Detektiv-Fall Der Winter 74, einem Cold Case aus den Savoyer Bergen. Entscheiden Sie sich für das, was Ihre Gäste am ehesten kennen, dann diskutieren sie früher mit.
Kosten und wer am Ende was bezahlt
Gewerbliche Krimidinner in Freiburger Hotels und Restaurants liegen je nach Haus zwischen neunzig und hundertdreißig Euro pro Person, Getränke meist extra. Für acht Gäste sind das rund achthundert Euro und ein Abend, dessen Beginn, Menü und Ende feststehen. Richten Sie ihn selbst aus, kostet eine Box 29,90 Euro, einmalig für die ganze Runde von sechs bis zwölf Personen, ein Detektiv-Fall 24,90 Euro. Dazu kommen fünf bis acht Euro für den Druck zu Hause oder zehn bis fünfzehn im Copyshop. Wenn Sie eine Ferienwohnung im Schwarzwald buchen, teilt sich die Miete ohnehin auf alle auf, und der Fall fällt preislich kaum ins Gewicht. Ein praktischer Hinweis für Wochenenden: Drucken Sie das Material zu Hause aus und nehmen Sie es mit, denn in kleinen Schwarzwaldorten finden Sie am Samstagabend keinen Copyshop mehr. Drucken Sie gleich einen Ersatzsatz Charakterbögen mit, falls jemand seinen im Auto vergisst, das kostet zwei Euro und rettet im Zweifel den Einstieg. Schere und Klebeband nehmen Sie ebenfalls mit, in Ferienwohnungen fehlt beides zuverlässig.
Anreise, Bächle und Zeitplan
Innerhalb von Freiburg ist die Anreise unkompliziert: Die Stadtbahn erschließt fast alle Viertel, und in den Nächten auf Samstag und Sonntag fahren zusätzlich Nachtbusse. Wer aus Emmendingen, Müllheim oder dem Höllental kommt, sollte dagegen die letzte Regionalbahn im Blick behalten, denn nach Mitternacht wird es dünn. Sehr viele Gäste kommen mit dem Rad, planen Sie also Platz für Jacken und Helme ein. Ein Hinweis, über den Ortsfremde immer wieder stolpern: Die Bächle in der Altstadt sind flach, aber im Dunkeln schlecht zu sehen, und wer in Kostümschuhen hineintritt, hat nasse Füße für den Rest des Abends. Erwähnen Sie das in der Einladung, wenn Sie in der Innenstadt spielen. Beim Zeitplan hat sich Ankunft ab 19 Uhr, Start um 19.30 Uhr und Ende gegen 23 Uhr bewährt, im Sommer eine halbe Stunde später. Ab 22 Uhr gilt Nachtruhe, also gehören Verhöre und Abstimmung davor. Ein Abend, der gegen 23 Uhr endet, bringt alle nach Hause und bleibt auch im Mehrfamilienhaus unbeanstandet.
Häufige Fragen
Wo kann ich in Freiburg einen Raum für ein Krimidinner nutzen?+
Prüfen Sie zuerst, ob Ihr Haus oder Ihre Baugruppe einen Gemeinschaftsraum hat, das ist die günstigste Lösung. Ansonsten vermieten Bürgerhäuser, Gemeindesäle und Vereinsheime Gruppenräume für dreißig bis achtzig Euro, im Umland kommen Probierstuben der Winzergenossenschaften dazu.
Wann ist die beste Zeit für ein Krimidinner in Freiburg?+
Von November bis März. Die Fasnetwochen sind besonders dankbar, weil ohnehin jeder ein Kostüm besitzt. Ab Mai wird es schwierig, weil die Abende lang und warm sind, dann weichen Sie am besten in eine Hütte in höherer Lage aus.
Funktioniert ein Krimidinner in einer Schwarzwaldhütte?+
Sehr gut sogar, besonders bei Schnee. Ein Szenario, in dem die Figuren eingeschneit sind, wirkt dort ohne jede Dekoration. Wichtig ist nur, dass Sie das Material vorher zu Hause ausdrucken, denn vor Ort finden Sie am Wochenende keinen Copyshop.
Bekomme ich die Box nach Freiburg geschickt?+
Nein, es wird nichts verschickt. Sofort nach der Zahlung erhalten Sie per E-Mail einen Zugangscode, laden das PDF in der Fallakte herunter und drucken Charakterbögen und Hinweise selbst aus. Das funktioniert auch kurzfristig und unabhängig davon, wo Sie das Wochenende verbringen.


